Bewerbung

Die 8 größten Fehler bei E-Mail-Bewerbungen und wie Sie sie vermeiden

In meiner alltäglichen Arbeit mit Studierenden erlebe ich es immer wieder, dass kleine aber wichtige Don’ts nicht bekannt sind, die die Erfolgsaussichten einer E-Mail-Bewerbung drastisch schmälern können. Die gute Nachricht: Die Vermeidung macht bei den meisten Punkten fast keine Arbeit, man muss sie lediglich berücksichtigen.

Nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit um zu erfahren, was Sie vermeiden sollten und wie Sie es besser machen können.

1. Unprofessionelle eigene Mailadresse

Eine Mailadresse wie martin@einprovider.de wird von Arbeitgebern als unprofessionell empfunden. mausi87@providerzwei.de wirkt sogar unseriös. Ein No-Go ist es auch, Bewerbungen von einem Firmenaccount aus zu versenden.

Nutzen Sie ein privates Mailkonto und verwenden Sie eine persönliche Mailadresse, die sich aus Ihrem Vor- und Nachnamen zusammen setzt. Eingebürgert hat sich inzwischen das Format vorname.nachname@meinprovider.de Als Trennzeichen zwischen Vor- und Nachnamen sind auch Bindestrich und Unterstrich möglich.

Wenn Sie einen Namen tragen, der häufig vorkommt, kann es eine Herausforderung sein, eine passende freie Mailadresse zu finden. Versuchen Sie dann die Registrierung bei verschiedenen Providern, oder bauen Sie das Initial eines zweiten Vornamens ein – z. B. martin.k.mueller@meinprovider.de

2. Allgemeines Mailpostfach des Empfängerunternehmens

Wenn Sie an ein allgemeines Mailpostfach beim Empfängerunternehmen schreiben, ist die Gefahr hoch, dass Ihre Bewerbung nicht an der richtigen Stelle ankommt sondern versandet.

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, einen persönlichen Ansprechpartner für Ihre Bewerbung zu ermitteln und senden Sie ihm Ihre Mail direkt.

Ausnahme: Manchmal ist in einer Stellenanzeige bewusst ein Organisationspostfach wie personal@meinewunschfirma.com angegeben. Dann können und sollten Sie an dieses Postfach versenden.

3. Fehlender oder unklarer Betreff

Bei einer beträchtlichen Anzahl von E-Mail-Bewerbungen ist der Betreff schlicht: leer. Vermeiden Sie dies, denn damit verursachen Sie unnötigen Arbeitsaufwand, weil jemand die Mail erst öffnen muss, um zu erkennen, worum es geht. Auch ein Betreff wie „Bewerbung“ ist zu unklar.

Personaler haben wenig Zeit, daher sollten Sie Ihnen die Arbeit erleichtern so gut Sie können.

Mit einem Betreff nach dem Muster „Bewerbung als Wirtschaftsprüfungsassistent – Ihre Anzeige bei XYZ – Kennziffer: 12345“ sorgen Sie für die nötige Klarheit.

4. Mehrere Dateianhänge

Wenn Sie Ihre Unterlagen in mehreren Dateianhängen versenden, dann schafft dies Fehlerquellen. Es kann dann leichter vorkommen dass bei der Weitergabe der Unterlagen nicht alles weitergegeben wird.

Dies können Sie dadurch verhindern, dass Sie alle Unterlagen in einer Datei zusammenfassen. Reihenfolge: Anschreiben, Lebenslauf, ggf. dritte Seite, Zeugnisse.

So entsteht eine digitale Bewerbungsmappe.

5. Falsches Dateiformat der Unterlagen

Manche Bewerberinnen und Bewerber versenden Word-Dokumente. Oder Dokumente im Format anderer Textverarbeitungen. Oder sogar mehrere Dokumente in verschiedenen Formaten: Word, PDF, JPG (für gescannte Zeugnisse).

Wenn Sie Word-Dokumente verwenden, sind Ihre Unterlagen manipulierbar oder können durch Unachtsamkeit verstümmelt werden.

All das vermeiden Sie, indem Sie Ihre digitale Bewerbungsmappe als eine PDF-Datei erstellen. Falls Sie ein Werkzeug dafür benötigen, können Sie den kostenlosen PDF-Creator verwenden.

6. Falscher Dateiname für die Unterlagen

Bewerbung.pdf oder Wirtschaftspruefungsassistent.pdf oder IhrName.pdf – alle diese Dateinamen sind zu ungenau. Sie enthalten nicht die nötigen Informationen, um aus dem Dateinamen abzulesen, was das Dokument beinhaltet. Man muss es zunächst öffnen. Wiederum ein erhöhter Arbeitsaufwand.

Benennen Sie Ihre Bewerbung daher nach diesem Muster: Bewerbung_Wirtschaftspruefungsassistent_Clemens-Meier_Kennziffer-1357.pdf

7. Anschreiben nur im Mailtext

Manche Bewerberinnen und Bewerber schreiben den Text des Anschreibens in die Mail und fügen als Anhang nur Lebenslauf und Zeugnisse bei. Auch dadurch entsteht eine mögliche Fehlerquelle. Es kann sein, dass Ihre Unterlagen nur unvollständig weitergegeben oder abgespeichert werden.

Um dies zu vermeiden, haben Sie zwei Möglichkeiten:

Erste Möglichkeit:  kopieren Sie den Text des Anschreibens, das in Ihrer digitalen Mappe enthalten ist, zusätzlich nochmals in die Mail. Nachteil hier ist die entstehende Redundanz.

Zweite Möglichkeit: Man kann die Bewerbungsmail auch als einen elektronischen Briefumschlag für Ihre digitale Bewerbung betrachten. So gesehen brauchen Sie im Mailtext nur kurz und knapp mitzuteilen, worum es geht, und darum zu bitten, Einzelheiten den beigefügten Unterlagen zu entnehmen. Hier ist ein Textbeispiel:

Sehr geehrte Frau Werkmeister,
ich bewerbe mich auf die ausgeschriebene Stelle als Wirtschaftsprüfungsassistent in Ihrem traditionsreichen Unternehmen.
Anbei sende ich Ihnen meine Unterlagen. Bitte öffnen Sie den Anhang dieser Mail, um Details zu erfahren und sich ein Bild von meinen Qualifikationen zu machen.
Vielen Dank und freundliche Grüße
Clemens Meier

Diese zweite Möglichkeit findet im Bewerbungsalltag zunehmend breite Akzeptanz.

8. Fehlende E-Mail-Signatur

Es könnte sein, dass ein Unternehmensmitarbeiter Ihre Bewerbungsmail öffnet, weil er Sie anrufen und kurz etwas mit Ihnen besprechen möchte. Dann findet er dort Ihre Telefonnummer nicht, weil Sie keine E-Mail-Signatur verwendet haben. Er öffnet also seufzend Ihre Bewerbungsunterlagen, um die Telefonnummer nachzuschlagen. Währenddessen wird er von einem Kollegen in einer anderen Angelegenheit unterbrochen, und danach sagt er sich, dass es eigentlich gar nicht so wichtig ist, Sie anzurufen. Im ungünstigsten Fall kann die Folge sein, dass Sie nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, weil nicht klar ist, ob Sie eine wichtige Voraussetzung erfüllen.

Auch hier gilt wieder die Regel: Machen Sie es Unternehmensmitarbeitern so leicht wie möglich, Sie zu erreichen.

Fügen Sie daher eine vollständige Signatur an, die Name, Anschrift,Telefonnummer und auch Ihre Mailadresse enthält.


War dieser Artikel hilfreich für Sie?
Welche Fragen haben Sie dazu?
Und wie ist Ihre Erfahrung mit E-Mail-Bewerbungen?
Schreiben Sie mir das gerne in den Kommentaren.

Mit herzlichen Grüßen
Holger Moller

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3 Gedanken zu “Die 8 größten Fehler bei E-Mail-Bewerbungen und wie Sie sie vermeiden

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