Challenge Tag 12: So stoppst Du den Bewerbungs-Blues

Kennst Du ihn, den Bewerbungs-Blues?

Absagen. Müde. Bocklos. Ich kann mich nicht aufraffen. Irgendetwas in mir will nicht. Aber eine neue Bewerbung muss raus. Ich habe sie angekündigt. Mist.

Ich arbeite nicht an der Bewerbung, ich lasse aber auch nicht los.

Was wäre, wenn es eine Methode gäbe – ein Hausmittel sozusagen – das in vielen Fällen die innere Blockade löst und ein entspannteres Weiterarbeiten ermöglicht? Ich habe eine solche Technik für Dich:

Die Stopp-Technik

Wenn Du blockiert bist, macht es keinen Sinn weiterzuarbeiten. Das funktioniert dann nicht. Der innere Kuddelmuddel verhindert es. – Stell Dir vor, Du würdest ein Gemälde betrachten und direkt mit der Nase auf der Leinwand davor stehen. Was würdest Du erkennen? Natürlich nichts. Was müsstest Du tun, um dieses Bild zu verstehen? Wohl erst einmal einen Schritt zurück treten. Und ganau das hilft auch, wenn Du dich blockiert fühlst: Abstand schaffen.

Ich zeige Dir, wie es geht.

1.) Die Situation erkennen

Um eine Blockade aufzulösen, musst Du sie zunächst genauer erkennen. Ohne Wahrnehmung gibt es keine Veränderung.

Hier einige tpyische Blockadesymptome:

  • Du fühlst Dich zerrissen. Ein Teil von Dir möchte dies, ein anderer das.
  • Du bist hektisch, kopflos, energielos und/oder fühlst Dich niedergeschlagen.
  • Du denkst pessimistisch.
  • Du gehst sehr kritisch bis abwertend mit Dir selbst um.
  • Du denkst eher „Ich muss“ als „Ich will“.
  • Du fühlst Dich beengt und unfrei.

Kommt Dir etwas davon bekannt vor? Wenn Du an die Jobsuche denkst: Welche Gefühle und Gedanken kommen dann hoch?

2.) Stopp! sagen

Gut, Du nimmst Deine Blockade wahr. Nun kommt es auf eine erste schnelle Reaktion an, bevor das Gedanken- und Gefühlskladderadatsch überhand nimmt. Sage deutlich „Stopp!“ zu Dir. So als würdest Du im Zug die Notbremse ziehen, denn dies ist ein Notfall. Zum Glück ist unser Selbstmanagement meist noch präsent genug, um das Stopp-Signal zu geben.

3.) Die Blockade unterbrechen

Jetzt unterbrichst Du die Fixierung auf die Gedanken, die die Blockade auslösen wollten. Das funktioniert am besten, wenn Du aufstehst und Dich bewegst. Gehe ein paar Minuten durch den Raum. Atme tief ein und aus. Lenke Deine Aufmerksamkeit auf etwas ganz anderes. Vielleicht schaust Du aus dem Fenster.

Wir brauchen starke Unterbrecher, um wieder klarer im Kopf zu werden und unsere Situation mit Abstand zu  betrachten. Wenn ein paar Minuten Bewegung nicht ausreichen und Du Dich weiterhin durcheinander und unkonzentriert fühlst, probiere es mit mehr Abstand. Beende vorläufig das, was Du gerade tust. Du kommst damit jetzt sowieso nicht weiter. Tue nach Möglichkeit etwas, das Dir gute Gefühle vermittelt. Mir persönlich helfen in solchen Situationen häufig diese Aktivitäten:

  • 10-30 Minuten zügig spazieren gehen
  • Abwasch oder andere Hausarbeiten erledigen
  • eine Kaffeepause.

Weitere Möglichkeiten sind:

  • mit einem Freund oder einer Freundin telefonieren
  • ins Cafè gehen.

Unternimm etwas, das Dir Abstand und einen klareren Kopf verschafft.

4.) Abstand halten

Wenn Du den Kopf wieder einigermaßen frei hast, ist es Dir gelungen, Abstand zu gewinnen. Ein gutes Zeichen ist es, wenn Du Dich und Deine Situation einigermaßen neutral betrachten kannst. Vielleicht kannst Du jetzt eher denken „Ja, das ist nicht so leicht.“ als „Mensch, bin ich doof.“

Mit dem Abstand kannst Du jetzt besser überlegen, wie Du vorgehen möchtest. Noch eine gewisse Zeit pausieren? Oder weitermachen? Wenn beim Weitermachen die Blockadesymptome zurückkehren, wiederhole die Stopp-Technik. Manchmal sind mehrere Durchgänge nötig.

 

Lesetipp zur Erweiterung und Vertiefung

Die Stopp-Technik habe ich dem Abschnitt „Die Werkzeuge des Selbstcoachings“ aus dem Buch Jetzt mal Butter bei die Fische! von Tom Diesbrock (Seite 80ff) entnommen. Der Ratgeber enthält noch weitere Werkzeuge und Techniken zur Blockadelösung – insbesondere für Blockaden, die hartnäckiger sind.

 

Die Aufgaben für Dich:

Schreibe Dir auf, woran Du erkennen kannst, wenn Du mental blockiert bist.

Probiere die Technik aus, wenn Du Dich das nächste Mal blockiert fühlst, nutze und übe sie im Alltag.

 

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