Tag 9: Überzeugende Bewerbungsunterlagen erstellen

„Was eine gute Bewerbung ausmacht, hängt nicht an Kniffen, Tricks und tollem Design. Sondern schlicht an der Überzeugungskraft: Wer zeigt, dass er versteht, um was es bei dem Job geht, punktet.“
Rita Seidel

Etwa 90% aller Bewerbungen werden von Personalern als mehr oder weniger unbrauchbar eingestuft, weil es ihnen an der nötigen Aussagekraft mangelt. Wenn es Dir gelingt, aussagekräftige Unterlagen zu erarbeiten, dann kannst Du Dir im Bewerbungsprozess handfeste Vorteile verschaffen und Deine Einladungsquote steigern.

So bereitest Du die Erstellung aussagekräftiger Unterlagen vor:

  1. Besorge Dir eine gute Anleitung, gehe sie durch und arbeite danach.
    Ich selbst orientiere mich in meiner Arbeit vor allem an diesen beiden Anleitungen und kann sie Dir deshalb empfehlen:
    Kexpa Selbstlernkurs: Top-Anschreiben verfassen (5,98 €)
    Kexpa Selbstlernkurs: Top-Lebenslauf erstellen (19,98 €)
    Selbstverständlich gibt es weitere, die sich gut eignen.
  2. Erstelle eine Basisversion Deines Lebenslaufs.
  3. Erstelle ein erstes Muster für Dein Anschreiben.
    (Wenn Du Dich für verschiedene Bereiche oder Positionen bewerben möchtest, erstelle jeweils ein eigenes Muster.)
    Wichtig: Das Musteranschreiben ist nicht zum Versenden gedacht. Es soll Dir helfen, die Anschreibenerstellung zu üben und eine Basis für die Erarbeitung individueller Anschreiben zu schaffen.
  4. Teste zunächst selbst Dein Anschreiben.
    Hier findest Du Vorschläge dazu.
  5. Lass dann sicherheitshalber Deinen Basislebenslauf und wenigstens ein Basisanschreiben noch von einem erfahrenen Experten checken.
    Viele Hochschulen bieten Ihren Studierenden einen kostenlosen Unterlagencheck über den Career Service. Meist können sich auch Alumni bis zu einem Jahr nach dem Studienabschluss noch beraten lassen. Erkundige Dich danach.

Mit diesen Vorbereitungen bist Du gut gerüstet, um aussagekräftige Bewerbungen zu schreiben.

7 Schritte, um eine überzeugende Bewerbung zu schreiben:

  1. Analysiere immer zunächst sorgfältig das Stellenangebot und überprüfe das Matching:
    Kannst Du den Anforderungen voll entsprechen? Wenn nein, kannst Du Deine Bewerbung trotzdem überzeugend begründen?
    Ich habe ein anonymisiertes und verfremdetes Beispiel verlinkt, wie Du Anforderungen und Matching mit Excel darstellen und visualisieren kannst.
    Bewirb Dich nur, wenn Du echte Chancen siehst, zu überzeugen. Rufe im Zweifelsfall bei dem Unternehmen an, um zu klären, ob Deine Bewerbung sinnvoll ist. Vorhersehbare Absagen kannst Du Dir so ersparen.
  2. Verfasse „quick and dirty“ einen ersten Entwurf des Anschreibens.
    (Probiere aus, ob es für Dich leichter ist, das Musterschreiben zu modifizieren oder jeweils ganz neu zu schreiben. Wenn Du von Grund auf neu beginnst, ist die Gefahr geringer, dass Dein Anschreiben nach Standardanschreiben klingt.)
  3. Wenn irgend möglich lass den Entwurf mindestens einen halben Tag – besser noch über Nacht – liegen, um Abstand davon zu gewinnen.
  4. Überarbeite den Entwurf inhaltlich. Mit Abstand wirst Du leichter erkennen, was Du eleganter, präziser, straffer formulieren kannst.
  5. Prüfe Grammatik und Rechtschreibung.
  6. Passe bei Bedarf den Lebenslauf so an, dass er Deine Bewerbung optimal unterstützt.
  7. Lasse zum Schluss Anschreiben und Lebenslauf von ein oder zwei Freunden oder Bekannten auf Rechtschreibfehler gegenlesen.

Bonustipp: Weitere Links zu hilfreichen Ressourcen

(Diese Ressourcen sind kostenlos.)

Deine Aufgabe für heute:

Wenn Du Dich bereits im Bewerbungsprozess befindest, prüfe, ob Du Optimierungsmöglichkeiten für Deinen Prozess der Unterlagenerstellung findest, und überlege, was Du optimieren möchtest.

Wenn Du noch in der Vorbereitunsphase bist, lass Dich von meinen Vorschlägen anregen, einen Erstellungsprozess zu skizzieren, mit dem Du starten kannst.

 

P.S.: Und hier geht es zur Xing-Gruppe für ausführlicheren Austausch.